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Portugal
1:0 Verl.
Frankreich Letztes Länderspiel: SO. 10.07.2016, 21 Uhr - EM Finale
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EM 2016 Favoriten

Erstmals nicht mit acht oder 16 Mannschaften, sondern mit gleich 24 Nationalteams wird die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich über die Bühne gehen, die vom 10. Juni bis zum 10. Juli sogar etwas länger als vier Wochen dauern wird. Wie in jedem Turnier kristallisieren sich die ersten Favoriten heraus, noch ehe überhaupt der erste Anpfiff ertönt. Unsere Redaktion nennt euch die Nationalmannschaften, die jeder auf dem Zettel haben sollte.

Frankreich bei der EM 2016: Heimvorteil

Die Equipe Tricolore ist das einzige Team, das sich als Gastgeber nicht qualifizieren muss. Das kann ein Nachteil sein, denn ohne Pflichtspiele in ein großes Turnier zu gehen, ist nicht die angenehmste Aufgabe. Also müssen sich die Franzosen mit Pflicht-Testspielen bei Laune halten, was sie in der Gruppe I der EM-Quali tun – immer gegen das spielfreie Team. Der Heimvorteil ist unterdessen auch nicht zu unterschätzen und macht einiges wieder wett. Frankreich ist zum vierten Mal Gastgeber einer Europameisterschaft. 1984 und 2000 wusste die Equipe Tricolore diesen Vorteil zu nutzen und wurde Europameister.

Frankreichs Paul Pogba (L) gegen Sami Khedirabeim WM 2014 Viertelfinale im Maracana Stadium von Rio de Janeiro am 4.Juli 2014. AFP PHOTO / PEDRO UGARTE
Frankreichs Paul Pogba (L) gegen Sami Khedirabeim WM 2014 Viertelfinale im Maracana Stadium von Rio de Janeiro am 4.Juli 2014. AFP PHOTO / PEDRO UGARTE

Deutschland bei der EM 2016: WM-Titel verpflichtet

Die DFB-Auswahl zählt ohnehin immer zum engeren Favoritenkreis. Bei der Euro 2016 in Frankreich aber ganz besonders, denn 2014 schaffte man es als erstes europäisches Team überhaupt, auf dem südamerikanischen Kontinent Weltmeister zu werden. So ein Titel verpflichtet – kann aber genauso gut auch schwere Beine machen. Mit der Favoritenstellung muss auch diese Mannschaft erst einmal klarkommen, die insbesondere mit Philipp Lahm und Miroslav Klose zwei absolute Schlüsselspieler verloren hat. Das zeigt sich auch in der EM-Qualifikation, die alles andere als ein Durchmarsch wird. Auf der anderen Seite ist das DFB-Team mit bereits drei Titeln und sechs Finalteilnahmen die beste Nation überhaupt bei den bisherigen 14 Europameisterschaften.

Aufstellung Deutschland gegen Georgien (Foto AFP)
Aufstellung Deutschland gegen Georgien (Foto AFP)

Italien bei der EM 2016: Turniermannschaft und deutscher Angstgegner

Wenn eine Fußball-Nationalmannschaft die deutsche Elf schlagen kann, dann sicherlich die Squadra Azzurra. Italien ist Deutschlands Angstgegner schlechthin. Genau das macht die Südeuropäer auch zu einem der Top-Favoriten bei der EM 2016 in Frankreich. Schon in der Quali deutete Italien seine Qualitäten an. Denn die Italiener gewinnen ihre Spiele – wie, das ist primär nicht so wichtig. Eine echte Turniermannschaft eben, die weiß, wann es darauf ankommt. 1968 gewann Italien die EM. Zwei weitere Male schafften es die Azurblauen bis ins EM-Endspiel. Bei der WM 2014 allerdings enttäuschte man – und schied schon nach der Gruppenphase aus. Für die Tifosi war das nur schwer zu verdauen.

Italiens Mario Balotelli (L) und Uruguay's Luis Suarez beim WM 2014 Gruppe D zwischen Italien und Uruguay in Natal am 24.Juni 2014. AFP PHOTO/ YASUYOSHI CHIBA
Italiens Mario Balotelli (L) und Uruguay’s Luis Suarez beim WM 2014 Gruppe D zwischen Italien und Uruguay in Natal am 24.Juni 2014. AFP PHOTO/ YASUYOSHI CHIBA

Der erweiterte Favoritenkreis der EM 2016: Belgien, England, Portugal

Mit einer überzeugenden Qualifikation macht sich England zu den Mitfavoriten bei der Euro 2016 in Frankreich. Die Three Lions holten noch nie den EM-Titel. Zwei Mal schafften sie es ins Halbfinale – auch bei der eigene EM 1996 – dann war Endstation. Portugal erging es ähnlich. 2004 war der Titel bei der Euro im eigenen Land zum Greifen nahe. Aber gegen Griechenland verloren die Portugiesen nach einem 0:1 in der Gruppenphase auch das Endspiel. Mit einem Cristiano Ronaldo in absoluter Topform und mit vier Halbfinalteilnahmen in der Vergangenheit muss man Portugal allerdings auf dem Zettel haben. Belgiens Rote Teufel gewannen die EM auch noch nie, schafften es allerdings 1980 ins Endspiel, wo sie gegen Deutschland mit 1:2 den Kürzeren zogen. Die glanzvollen Tagen waren lange vorbei, doch aktuell ist eine Mannschaft um Nationaltrainer Marc Wilmots gewachsen, die sich das Prädikat Geheimtipp verdient. Bei der WM schnitt Belgien ordentlich ab, zahlte indes auch noch einiges Lehrgeld. Bei der Euro 2016 könnte sich dies nun in Bares auszahlen…

Belgium's midfielder Kevin De Bruyne (L) celebrates after scoring a penalty during the Euro 2016 qualifying round football match between Belgium and Andorra at the King Baudouin Stadium, on October 10, 2014 in Brussels. AFP PHOTO / JOHN THYS
Belgium’s midfielder Kevin De Bruyne (L) celebrates after scoring a penalty during the Euro 2016 qualifying round football match between Belgium and Andorra at the King Baudouin Stadium, on October 10, 2014 in Brussels. AFP PHOTO / JOHN THYS

Niederlande bei der EM 2016: Dieses Mal nicht dabei!

Holland wird eigentlich immer genannt, wenn Fans bei großen Turnieren auf der Suche nach den Favoriten ist. Einen Titel gewann Oranje aber erst ein einziges Mal: 1988 – ausgerechnet in Deutschland – wurden die Niederlande Europameister. Fünf Mal allerdings schafften es die Holländer schon in ein EM-Halbfinale. Und mit ihren zahlreichen Ausnahmespielern müssen die Niederlande eigentlich für ein erfolgreiches Turnier nur eine Hausaufgabe erledigen: Aus den vielen Einzelkriegern muss eine Mannschaft mit Teamgeist entstehen. Dann ist Oranje schon einen deutlichen Schritt näher dran am zweiten EM-Titel. 2016 wird das aber nichts, denn man qualifizierte sich nicht, wurde nicht einmal Dritter, sondern nur Vierter!

Aufatmen! Klaas Jan Huntelaars Rücken rettete Holland ein 1:1 gegen die Türkei. Foto: AFP
Aufatmen! Klaas Jan Huntelaars Rücken rettete Holland ein 1:1 gegen die Türkei. Foto: AFP